Von der Pole-Position an die Spitze – Moritz Fischer mit Podium in Anneau du Rhin

Anneau du Rhin / Frankreich

Die Historische Formel Vau Europa machte am vergangenen Wochenende Station auf der traditionsreichen Rennstrecke Anneau du Rhin im Elsass. Für Moritz Fischer war das Rennwochenende erneut eine besondere Herausforderung: Der Nachwuchsfahrer startete erstmals auf dem anspruchsvollen Kurs und konnte sich dennoch von Beginn an an der Spitze seiner Klasse etablieren.

Besonderes Highlight der Trophée d’Alsace war die jährlich ausgetragene „Stunde der Formel V“, ein einstündiger Lauf im Endurance Format mit Pflichtboxenstopp, bei dem neben der Geschwindigkeit vor allem eine möglichst konstante Fahrweise gefragt ist.

Schneller Einstieg auf unbekannter Strecke

Bereits im ersten freien Training am Samstag zeigte Moritz, dass er sich schnell auf neue Strecken einstellen kann. Nach nur wenigen Runden fand er einen guten Rhythmus und setzte sich direkt an die Spitze seiner Klasse. Mit der schnellsten Zeit seiner Klasse belegte er zugleich Platz zwei im Gesamtklassement.

Auch im zweiten freien Training bestätigte sich die starke Pace. Moritz fuhr erneut die schnellste Zeit seiner Klasse und sicherte sich damit Platz drei im Gesamtfeld. Die schnelle Eingewöhnung auf dem für ihn völlig unbekannten Kurs war damit bereits ein erstes Ausrufezeichen.

Startreihe 1 und Pole-Position in der Klasse B

Am Sonntagmorgen ging es im Qualifying um die Startpositionen für die „Stunde der Formel V“. Moritz knüpfte nahtlos an die Leistungen des Vortages an und sicherte sich erneut die Pole-Position in seiner Klasse. Im Gesamtklassement bedeutete dies Startplatz zwei in Startreihe 1 im 31 Fahrzeugen umfassenden Feld und verwies das Feld der leistungsstärkeren Fahrzeuge der Klasse C auf die Plätze. Damit hatte sich Moritz bei seinem ersten Auftritt in Anneau du Rhin eine hervorragende Ausgangsposition für den anschließenden Lauf in Endurance Format mit Pflichtboxenstopp erarbeitet.

Von der Klasse an die Spitze des Gesamtfeldes

Auch im Rennen zeigte Moritz von Beginn an eine starke Pace. Nach dem Start fand er schnell seinen Rhythmus und konnte sich an das führende Fahrzeuge der leistungsstärkeren Klasse heranarbeiten. In der 8. Runde übernahm er dann die Gesamtführung des Feldes und absolvierte seine ersten Führungskilometer im einem Formelrennen – ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit und Konstanz des Fahrers und Fahrzeuges.

Beim obligatorischen Pflichtboxenstopp fiel Fischer zunächst auf Position 8 zurück und konnte sich bis zum Ende des Rennens wieder bis auf Position 2 nach vorne arbeiten. Er musste sich lediglich einem Fahrer aus der leistungsstärkeren Klasse geschlagen geben.

Das besondere Rennformat stellte auch eine zusätzliche Herausforderung dar, da das Rennen der Formel Vau Europa mit Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP) ausgetragen wurde. Anders als im klassischen Rennsport geht es dabei nicht ausschließlich darum, möglichst schnell zu fahren, sondern über die Renndistanz eine möglichst konstante Fahrleistung abzurufen. Hierbei werden neben der schnellsten Runde als Reverenz Zeit die 8 schnellsten Runden des Laufes in die Wertung genommen. Dabei gilt es die einzelnen Runden mit möglichst geringen Abweichungen zur Referenzrunde zu absolvieren. Jede zeitliche Abweichung wird dabei mit Strafpunkten belegt (100 Strafpunkte / Sekunde Abweichung).

Gerade die zahlreichen Überrundungsmanöver und die wechselnden Verkehrssituationen erschwerten diese Aufgabe und erschwerten es, den geforderten Rhythmus konstant zu halten.

Trotz dieser besonderen Bedingungen behauptete sich Moritz Fischer an der Spitze und beendete die „Stunde der Formel V“ im GLP-Format mit einem hervorragenden zweiten Platz in seiner Klasse, bei gerade einmal 685,1 Punkten Differenz in seinen 9 schnellsten Runden. Damit stand er erneut auf dem Podium seiner Klasse und belegte den 5. Platz in der GLP Gesamtwertung.

Erfolgreiches Wochenende mit wichtigen Erkenntnissen

Das Rennwochenende in Anneau du Rhin war für Moritz Fischer erneut ein wichtiger Meilenstein in seiner Entwicklung im Formelsport. Besonders die schnelle Anpassung an eine völlig neue Strecke und die konstant starke Pace über Trainings, Qualifying und Rennen unterstreichen seine derzeitige Entwicklung.

Mit drei Klassen-Bestzeiten in den beiden freien Trainings und im Qualifying, zwei Top-3-Platzierungen im Gesamtklassement sowie dem zweiten Platz in der Klasse im Rennen konnte Moritz ein weiteres starkes Ergebnis einfahren. Besonders die zwischenzeitliche Übernahme der Gesamtführung zeigte, welches Potential in Moritz Fischer und seinem Formelfahrzeug steckt.

Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team und insbesondere seinem Mechaniker für die hervorragende Vorbereitung und Arbeit während des gesamten Wochenendes. Die zuverlässige Technik und die kontinuierliche Unterstützung bildeten erneut die Grundlage für die starke Performance auf der Strecke.

Mit den Erfahrungen aus Anneau du Rhin richtet sich der Blick nun auf die nächsten Herausforderungen, den Saisonabschluss auf dem Nürburgring im Oktober.

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